Großbrand im Ortsteil SeifersdorfRauchmelder retteten den Bewohnern das Leben

In der Nacht vom 21.10. zum 22.10.2019 schrillten um 2.38 Uhr in 4 Feuerwehren der nahen Umgebung die Sirenen und Funkmeldeempfänger und alarmierten die Kameradinnen und Kameraden zu einem Großbrand an den Wiesenweg im Jahnsdorfer Ortsteil Seifersdorf. Das höchste Alarmstichwort „Brand 4“ mit dem Zusatz „Scheunenbrand“ verhieß nichts Gutes und der weithin sichtbare Feuerschein und Brandgeruch der selbst in Jahnsdorf wahrnehmbar war, bestätigte die dramatischen Gedanken die viele Einsatzkräfte auf der Anfahrt zur Einsatzstelle hatten.

Bereits auf dem Weg zum Einsatzort wurde durch den großen Feuerschein eine umfassende Nachalarmierung durch die ersten Kameraden aus Pfaffenhain durchgeführt, welche nach der Ankunft noch einmal auf weitere Feuerwehren ausgedehnt wurde. Somit waren ab diesem Zeitpunkt 7 Feuerwehren mit insgesamt 68 Kameraden und 16 Fahrzeugen bereit den Kampf gegen die Flammen aufzunehmen. Ein Kampf der leider nicht gewonnen wurde.

Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte befanden sich die Scheune und ein Großteil des angrenzenden Wohnhauses bereits im Vollbrand. Durch das massive Blechdach konnte das Feuer nicht nach oben weg und dehnte sich binnen weniger Minuten weiter über den kompletten Dachstuhl und das ganze Obergeschoss aus.
Trotz einem massiven Löschangriff über 8 Strahlrohre, zum Teil unter schwerem Atemschutz, von allen 4 Seiten und einer Drehleiter konnte das Wohnhaus nicht mehr gehalten werden und brannte bis auf das massive Erdgeschoss komplett aus.

Zum Glück konnten sich die Bewohner, welche mittels Rauchmelder geweckt wurden, selbstständig ins Freie retten. Dabei zogen sich die beiden Bewohner des Obergeschosses eine Rauchgasintoxikation zu und wurden zur weiteren Behandlung und Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Der Hausbesitzer, welcher glücklicherweise im Erdgeschoß geschlafen hatte, wurde medizinisch untersucht und dann von Anwohnern und Verwandten weiter betreut.

Erst gegen 5 Uhr morgens konnte „Feuer aus“ gemeldet werden und danach begann der langwierige Kampf gegen die Glutnester die in dem alten Fachwerkhaus teils unter meterhohem Brandschutt immer wieder aufflammten. Nur durch den Einsatz eines Radladers der Firma Mavek und eines Baggers der Baufirma Krause & Co konnte das zusammen gebrochene Blechdach, welches wie ein Deckel auf einem brodelnden Topf lag, teilweise beseitigt werden und die darunterliegenden Glutnester abgelöscht werden. Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, wurde am Ende der Löscharbeiten noch ein großer Schaumteppich über das abgebrannte Gebäude gelegt.

Trotz dieser Maßnahme war es durch die massive Hitzeentwicklung in den alten Fachwerkbalken nicht zu verhindern gewesen das am 22.10.19 um 17Uhr und am 23.10.19 um 1.19 Uhr noch einmal die Feuerwehr alarmiert werden musste um die aufflammenden Glutnester erneut abzulöschen.

Somit war der gesamte Einsatz inklusive Restablöschung und den beiden Nachlöcharbeiten erst am 23.10.19 um 3.30 Uhr komplett beendet. Dies sind mit kleinen Pausen über 24 Stunden die die Freiwilligen Feuerwehrleute unermüdlich im Einsatz waren.

Die Betroffenen Hausbewohner und deren Angehörigen möchte noch einmal DANKE sagen für diesen Einsatz und die geleistete Arbeit!

Auch bedankten sich die Kameradinnen und Kameraden bei der Bäckerei Seifert und der Fleischerei Thomas Geisler für die Verpflegung am Einsatzort und bei der Firma Mavek und der Baufirma Krause & Co für die zur Verfügung stellen der beiden Radbagger.

Fotos: Stellv. KBM A.Böhme und OWL M.Mai

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